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Mauro Napolitana - Befreiung im Gefängnis!
Ich wuchs als jüngstes von vier Kindern in einer italienischen Gastarbeiter Familie im Zürcher Oberland auf. Mein Vater und meine Mutter mussten hart arbeiten, um die Familie durchzubringen. Trotz allem mussten wir nie Mangel leiden und waren auch immer anständig gekleidet. Wir waren eine ziemlich normale italienische Familie, die nicht im Luxus lebte, aber auch nicht an Armut leiden musste. Meine Eltern stritten ab und zu heftig miteinander, was nicht immer angenehm war, aber zu unserer Familienkultur einfach dazugehörte. Meine Eltern tranken gerne zu ein oder zwei Gläser Wein zu den Mahlzeiten, wie bei Italienern üblich, ohne aber von diesem auf irgendeine Art und Weise beherrscht zu werden. Als Katholiken besuchten wir die Kirche für die üblichen Pflichtübungen an Ostern, Weihnachten, Kommunionen usw., wurden aber von unsern Eltern nie dazu gezwungen. Sie waren auch nicht besonders fromm. So wie viele andere Katholiken auch, haben auch sie versucht den Schein einer guten katholischen Familie zu wahren. Mich persönlich zog es nie wirklich in die Kirche. Trotzdem faszinierte mich die Person Jesus Christus in meinem tiefsten Innern. Die Geschichten aus der Bibel und auch die verschiedensten „Jesus Filme“ gingen mir stets sehr nahe. Ich habe mich aber nie diesbezüglich „geoutet“. In meiner Freizeit war Sport das Ein und Alles. Fussball war meine Hauptbeschäftigung. Bis circa 12 Jahre war mein Leben für mich sehr unbeschwert und einfach schön.
Danach begannen meine Probleme. Als neugieriger und risikofreudiger Mensch begann ich bald an Geldspielautomaten zu spielen. In kurzer Zeit wurde daraus eine zerstörerische Sucht. Mein ganzes Leben wurde von dieser Sucht mehr und mehr bestimmt. Es begann eine Zeit des Stehlens, um die Sucht zu finanzieren. Es begann eine Zeit des Schulden machens, um die Sucht zu ermöglichen. Es begann eine Zeit des Lügens, um die Sucht gegenüber meiner Familie zu verheimlichen. Parallel dazu begann die ganze Suchtpalette sich in mein Leben zu fressen. Zigaretten, Haschisch, Kokain, Heroin und vieles mehr wurde zu meinem ständigen Begleiter. Das Fussballspiel konnte meinen freien Fall längst nicht mehr stoppen. Ständige Probleme in der Schule und Streitereien zu Hause machten mein Leben nicht nur für mich unerträglich…!
Eines Tages gab es in unserer Familie ein grosses Geschrei wegen meiner Schwester, die, so sagte meine aufgebrachte Mutter, die Religion „gewechselt“ und Schande über uns gebracht habe! Als ich später mit meiner Schwester über diese Sache sprach, merkte ich sehr bald, dass es um diesen „Jesus Christus“ ging. Natürlich fing sie auch gleich damit an, mich zu „bearbeiten“. Nun, ich bekehrte mich nicht. Doch liess mich dieser Jesus von da an nicht mehr los. Durch meine Sucht wurde ich immer krimineller, was zur Folge hatte, dass ich ab und zu für einige Zeit ins Gefängnis musste. Dort bekam ich jeweils Post von meiner Schwester, die mir diverse Traktate beilegte und mich immer wieder darauf hinwies, dass Jesus Christus für meine Sünden gestorben sei und ich doch mein Herz vor ihm ausschütten solle. Eigentlich hatte ich die Erkenntnis schon lange, dass dieser Jesus mein Heil bedeutet. Leider wollte ich zuerst ein guter Mensch werden und meine Probleme in den Griff bekommen um mich dann zu diesem Jesus zu bekehren. Diese Rechnung ging nicht auf. Im Gegenteil, mein Leben nahm einen immer dramatischeren Verlauf, der Sumpf wurde immer tiefer. Die Sucht, die Schulden, zwischenmenschliche Probleme, das zerrüttete Verhältnis zu meinen Eltern, all das war hoffnungslos. So begriff ich, was für ein Mensch ich war und in was für einer Situation ich steckte. Leider war mein Stolz noch zu gross und es kam wie es kommen musste: Am 4. Mai 1990 wurde ich wegen eines bewaffneten Raubüberfalls verhaftet. Nach drei Tagen Tränen und Überführen des Heiligen Geistes über meinen wahren, verlorenen Zustand, zerbrach ich endlich und gab meinen Widerstand gegen Gott auf. Zum ersten Mal in meinen Leben fiel ich auf meine Knie und rief den Allerhöchsten aus ehrlichem Herzen an und bat ihn um Vergebung meiner Schuld. Ich übergab ihm meinen ganzen Rucksack, der mich bedrückte und vertraute ihm die Führung meines Lebens an. Obwohl ich in Gefangenschaft war, fühlte ich Freiheit, weil die Last meiner Sünde gewichen war. Sofort wurde es hell in meinem Herzen, als ob jemand Licht gemacht hätte. Eine unerklärbare Zuversicht und Hoffnung machte sich breit. Gott hatte sich in meinem Leben geoffenbart.
BEHARRLICH HABE ICH AUF DEN HERRN GEHARRT, DA NEIGTE ER SICH ZU MIR UND ERHÖRTE MEIN SCHREIEN. ER ZOG MICH AUS DER GRUBE DES VERDERBENS, AUS DEM SCHMUTZIGEN SCHLAMM, UND STELLTE MEINE FÜSSE AUF EINEN FELS; ER MACHTE MEINE SCHRITTE FEST UND GAB MIR EIN NEUES LIED IN MEINEN MUND, EIN LOB FÜR UNSEREN GOTT.
PSALM 40. 2-4
Jonas Fischer - Eine beeindruckende Geschichte!
Es trug sich zu, als wir auf der Überfahrt von der Karibik in die Türkei waren. Unser Schiff, die "Logos 2" war komplett leer und wir waren nur noch eine kleine Besatzung, die das Schiff zum Schrottplatz in die Türkei fahren sollte. Zum Zeitpunkt als wir losfuhren, wussten wir noch nicht wer unser Schiff kaufen würde. Wir fuhren einfach los nach Europa. Unterwegs, kurz nach der Karibik, entdeckten wir eines Tages auf dem Radar einen grossen Hurrikan, der genau auf uns zukam. Mir wurde schon schlecht, als ich das hörte. Ich wollte gar nicht dran denken, wie es mir auf dem leeren, gewichtlosen Schiff mitten im Atlantik ergehen würde. Wir hatten jeden Morgen eine Andacht nach dem Morgenessen. Wir beteten dann einfach für die Überfahrt und die momentane Situation. Und das, obwohl wir den Sturm vor unserer Nase hatten. Zwei Tage später kam der Offizier in unsere Andacht und erzählte voll Begeisterung, dass der Hurrikan einfach vom Radar verschwunden sei! So etwas hatte er in seiner ganzen Karriere als Seemann noch nicht erlebt. Wow, Gott stillte den Sturm und schenkte uns die ruhigste Überfahrt, die ich je erlebte.
Und es ging sogar noch weiter: Während der Überfahrt erhielten wir Bescheid, dass wir einen Käufer gefunden hätten. Es war jener Schiffs-Schrottplatz in der Türkei, der unser Schiff erworben hatte. Nachdem wir den Bericht erhielten, ging der Chefmechaniker in sein Büro und räumte die letzten Unterlagen auf. Auf einmal fand er eine Bibel, aber eben nicht einfach eine, sondern eine türkische Übersetzung! Bei der Übergabe unseres Schiffes konnten wir den Leuten dort diese Bibel in die Hand drücken, obwohl sie alle Moslems waren.
Gott schaut einfach genial zu uns! Ich bin auf dieser 26-tägigen Überfahrt nur am ersten Tag seekrank gewesen und es war die ganze Zeit schön Wetter! Die Geschichte mit der Bibel hat mir gezeigt, dass Gott die Kontrolle besitzt und für alles einen Plan hat!
Gaby Meier - Gott macht keine Fehler!
Dieses Zeugnis gebe ich zur Ehre Jesu und weil ich ihn von ganzem Herzen liebe:
Vor 16 Jahren habe ich mich für Jesus Christus entschieden. In den letzten acht Jahren ist meine Beziehung zu ihm immer tiefer geworden. Das tägliche Bibellesen und Beten gibt mir Kraft für den Alltag und ich verstehe immer mehr, wie Jesus mich liebt und ich von IHM und seiner Kraft abhängig bin.
Jesaja 40.31 beschreibt das für mich sehr anschaulich:
"Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden."
Dieser Vers ist mein täglicher Begleiter. Er sagt so viel aus über Gottes Macht und Stärke. Ich muss nicht stark sein, ER ist es für mich. Er trägt mich durch - auch in schwierigen Zeiten. Wenn ich nicht mehr weiter weiss, ist ER da mit seiner unfassbaren Gnade.
Bei jeder Geburt unserer fünf Kinder hatte ich Komplikationen. Das dritte ist jetzt schon beim Herrn. Während der Geburt von Naemi, unserer Jüngsten, hatte die Kleine Mühe mit Atmen. Wir warteten eigentlich nur noch auf den Krankenwagen, der uns in den Kinderspital bringen sollte. Ich schrie zu Gott: "Warum schon wieder, das ist doch nicht gerecht; ich mag das alles nicht noch mal." Nach diesen Gedanken schenkte mir Jesus Ruhe und Frieden. Mir wurde klar, das ER unsere Tochter mehr liebt, als ich und dass ER nur das Beste möchte. ER mutet uns nur soviel zu, wie wir mit seiner Hilfe auch durchstehen können.
Mein Mann Dani und ich beteten dann über der Kleinen und übergaben sie Jesus. Fünf Minuten später hatte ich den Eindruck, dass ich sie an die Brust nehmen sollte, obwohl die Hebamme davon abgeraten hatte. Naemi fing sofort an normal zu atmen und musste nicht verlegt werden. Sie hat sich gegen die Prognose zu einem gesunden Mädchen entwickelt.
Ich kann nicht sagen, dass es jedes Mal solch ein gutes Ende nimmt (menschlich gesehen). Wir erlebten beides. Was ich aber ganz sicher weiss, und daran halte ich mich fest, Jesus macht keine Fehler! ER trägt uns durch und lässt uns nicht im Stich, was auch kommen mag!
Andreas Sigrist - Eines Tages...
Siehst Du Dich gerne im Spiegel? Wenn alles in Ordnung ist (Frisur, Schnauz, Bart, Lippenstift, Lidschatten...), dann ist das ja schön. Aber was, wenn einem die Person, die da aus dem Spiegel schaut, nicht gefällt? Ich erlebte eine Phase in meinem Leben, in der es mir in etwa so erging. Ich betrachtete mein Leben und was ich da sah, das machte mir Mühe. Ich sehnte mich nach Veränderung. Aber schnell merkte ich, dass ich die gewünschten Veränderungen mit all meiner Kraft und meinem Willen selber nicht schaffen konnte. Wenn ich mich genauer betrachtete, dann „löschte es mir ab“: Minderwertigkeitsgefühl, Eigensinn, Vereinsamung, schlechtes Gewissen... Mir war klar: Mein Leben genügt nicht - weder vor mir, noch vor Gott! Aber was sollte ich tun? In dieser Zeit übte ich mich in Selbsthypnose, pendelte, betete auch und las in der Bibel. Meine Situation wurde aber dadurch nicht besser. Eher hatte ich den Eindruck, durch alle meine Bemühungen würde nur alles noch schlimmer, noch hoffnungsloser. Es wurde mir mehr und mehr bewusst: Wenn ich so sterben würde, würde ich vor Gott nicht bestehen können! Das war eine Situation, in der mir das Leben richtiggehend verleidete! Eines Tages wurde ich zu einem Vortrag eingeladen. Ich erinnere mich daran, dass der Redner da über einen aussätzigen Mann sprach. Mir war schnell klar, dass die Situation dieses kranken Mannes meiner eigenen Lage entsprach. Menschlich gesehen war er ein hoffnungsloser Fall. Seine Not war offensichtlich. Die Leute gingen ihm aus dem Weg. Wie musste er sich unwert, ausgegrenzt und überzählig gefühlt haben. Der Redner erzählte, dass Gott diesen Mann, nach einer herausfordernden Prüfung seines Vertrauens, geheilt habe und meinte, dass bei Gott solche Erfahrungen auch heute noch möglich seien. Ja, Gott wolle auch uns helfen und uns heilen! Wie vieles hatte ich auf meiner Suche bisher ausprobiert! Wenn das wahr wäre, was der Redner da versprach, dann wollte ich mir dies nicht entgehen lassen. Allerdings ging in mir ein unglaublicher Kampf los. Stimmen und Gedanken sagten mir, dass ich das Gespräch mit dem Referenten nicht suchen sollte. Letztendlich sagte ich mir dann aber: "Nützt es nichts, so schadet es auch nichts." Ich wagte den Schritt zum Referenten. Im nachfolgenden Gespräch erklärte er mir, wieso Gott in Gestalt von Jesus Christus in diese Welt gekommen sei. Auch führte er mir vor Augen, wie ein Mensch seine Sünden loswerden und eine persönliche Beziehung zu Gott finden kann. Als er mich dann fragte, ob ich mich auf diesen Gott einlassen möchte, da war es für mich klar. An diesem Abend bekannte ich Jesus meine Schuld, bat um Vergebung und stellte mein Leben unter die Herrschaft Gottes!
Es war für mich sehr eindrücklich, was ich auf Grund dieser Beziehung zu Gott plötzlich erlebte. Jahrelang hatte ich mich nach einem tiefen, inneren Friede gesehnt, danach gesucht und dafür gearbeitet - allerdings ohne Erfolg. Und nun, ohne eigene Leistung, erfuhr ich plötzlich die Erfüllung meiner tiefen Sehnsucht. Plötzlich war ich gewiss: So wie ich jetzt bin, so bin ich vor Gott OK. Nicht etwa, weil ich so gut wäre und mein Leben im Griff hätte. Nein, Der Grund lag darin, dass Gott an mir gehandelt und mir meine Schuld vergeben hat! Plötzlich erhielt mein Leben Sinn und Ziel!
Rückblickend auf mein bisheriges Leben war dies der grösste und wichtigste Entscheid. Er gab meinem ganzen Leben – Gott sei Dank! - eine komplett neue Richtung!
Ich erlebte die Erfüllung dessen, was Gott in der Bibel verspricht: „Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“
Nicole Schindler - Mit Gott erlebt!
Ich hatte keine gute Zeit als Teenager. Meine Eltern hatten jahrelang eine ganz schwierige Beziehung. Oft herrschte eine beklemmende Atmosphäre von Unsicherheit, Schuldgefühlen und Angst. Man ging einander aus dem Weg, um nicht gleich den nächsten Streit zu entfachen. Ich fühlte mich sehr allein, sehr hilflos und oft verzweifelt.
In dieser Zeit stand ich einige Male in meinem Zimmer und dachte, ich könnte diesem Leben eigentlich auch gleich ein Ende machen und aus dem Fenster springen. Die ganze Situation, ja das ganze Leben war ja so sinnlos: Menschen, die sich eigentlich lieben sollten, machen sich gegenseitig das Leben zur Hölle. Ich musste in dieser Zeit oft weite Strecken mit dem Töffli fahren und hatte so eine Menge Zeit, den Gedanken nachzuhangen. An einem Tag, ich erinnere mich noch haargenau, traf mich ein Gedanke fast wie ein Blitz. Plötzlich wurde mir ganz stark bewusst, dass auf dieser Erde zwei Mächte herrschen müssen: eine gute und eine schlechte, die sich gegenseitig bekämpfen. Im gleichen Moment fasste ich den festen Entschluss, dass ich auf der Seite des Guten stehen will. Was genau das bedeutet, verstand ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Etwa ein halbes Jahr später nahm mich eine Schulfreundin mit an eine Jugendveranstaltung. Der Redner erklärte dort, wie gut und liebevoll Gott ist. Wie er sich das Leben der Menschen gedacht hat und dass er für die Menschen eine Möglichkeit geschaffen hat, mit ihm eine persönliche Beziehung einzugehen und dann mit seiner Hilfe, als sein Kind, durchs Leben zu gehen. Mir war sofort klar: das will ich, das ist genau das, was ich brauche. Ich begann ein Leben mit Jesus Christus und bis heute bin ich mir absolut sicher, dass dies die allerbeste Entscheidung meines Lebens war.
Matthias Frei - Mitten im Nirgendwo?!
Eigentlich war die Abreise in den Busch schon viel früher geplant. Warum sich diese so lange hin zog, wurde uns erst viel später klar. Als dann Florian, Orodrio und ich anfangs April mit dem ganzen Material für einen Radioturm und die anschliessende Evangelisationstour aufbrachen, wussten wir das eine intensive Zeit auf uns wartete. Immer wieder erkannten wir staunend Gottes Plan und Führung. So konnten wir auf dem Anfahrtsweg mit einem kleinen Anbau an eine Brücke gerade noch einen feststeckenden LKW überholen. Was wir da noch nicht wussten, war das jener an Ort und Stelle zwei Wochen auf einen Fahrradkurier mit einem Ersatzteil warten würde! Hätte er seine Panne einen Meter weiter vorne auf der Brücke gehabt, wären wir gezwungen gewesen zu warten, wie die anderen sechs Lastwagen die später gemeinsam in Dungu - dem Zielort unserer Reise – eintrafen. Was wir da noch nicht wussten, war das wir bei einer früheren Abreise den Rebellen (LRA) in die Hände geraten wären. Wir konnten nur staunen, wie Gott uns mit seiner Zeitplanung bewahrt hatte.
In Dungu starteten wir umgehend mit der Radioarbeit. Weil die Evangelisten, als der Turm schon nach wenigen Tagen stand, noch nicht bereit waren, fuhren wir noch einige Transporte für ein neues „Krankenhaus“. Etwas was ich, als Klient des Alten, als dringend nötig einstufen würde. Warum wir jetzt aber noch in diesem Ort festsassen, zeigte sich für uns mit der Ankunft unseres Elektrotechnikers als die wunderbare Führung unseres Herrn. Aus den vereinigten Staaten kam dieser, schon in die Jahre geratene, Professor der Akustik. Allen Erwartungen entsprechend regelte er die ganze Elektrogeschichte souverän, nur musste dann die Antenne noch auf dem Mast befestigt werden. So war es super, dass wir noch anwesend waren. In luftigen 20 Metern, den Platz erst mal gegen Bienen zu verteidigen und anschliessend ein Rohr zur Befestigung der Antenne anzuschweissen, war dann tatsächlich eine etwas wacklige Angelegenheit. Mit unbeschreibbarer Freude fingen einige der umliegenden Bewohner dann bald schon den ersten Testlauf des Radios ein. Die Emissionen in ihrer eigenen Sprache und aus ihrem Ort wollten sie auf keinen Fall verpassen. Mittlerweile wird halbtags gesendet und Leute im Umkreis von 80 Kilometern werden erreicht. Einmal mehr staunte ich, wie Gott einfach alles im Griff hat.
Willi Meier - In eisiger Kälte!
1984 begann ich meinen Dienst als Posthalter in Saland. In den ersten Jahren hatte ich auch Zustelldienst zu leisten, d.h. Briefe und Pakete auszutragen. Unter anderem hatte ich höhergelegene Bauernhöfe zu bedienen. Im Winter war das eine ausserordentlich harte Arbeit. Der Winter 1987/88 war einer, der viel Schnee und Eis brachte. Im Januar, es war ca. drei Wochen lang kalt und die Strassen gefroren, kam es zu Schneefall. Ich wusste, dass diese Situation auf der Zustellung prekär würde. Unten Eis und darüber Schnee! Ich hatte einen Hof zu bedienen, welcher auf ca. 850 m liegt. Innerhalb von 1,5 km ist eine Höhendifferenz von 250 m zu überwinden. Die Bergfahrt war nicht das Problem. Aber die Talfahrt würde gefährlich werden, ein falsches Bremsmanöver und dann... Genau das passierte mir! Während des Hinunterfahrens bekam ich zu viel Geschwindigkeit – ein Tippen auf die Bremse – das Auto drehte sich um 180 Grad und rutschte auf der steilen, eisigen Naturstrasse rückwärts in Richtung eines Tobels. Ich sprang aus dem Auto und unmittelbar vor dem Abhang blieb das Auto stehen. Ich erlebte mehrere solche Bewahrungen und bin Gott dankbar, dass ich immer wieder seine grossartige Hilfe erfahren durfte.












